Die Parodontalbehandlung
In Deutschland stellen Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems die häufigste Todesursache dar. Arterielle Verschlusskrankheiten wie Herzinfarkt und Schlaganfälle werden u.a. durch Übergewicht, Diabetes mellitus, häufiger Alkoholkonsum und Rauchen begünstigt. Chronische Entzündungen, wie z.B. die Parodontitis, stellen einen weiteren Risikofaktor dar. Studien zeigen, dass bei Parodontitispatienten ein bis zu 1,7fach höheres Risiko für eine koronare Herzkrankheit vorlag. Die Bakterien können auch in die Gebärmutter absiedeln und somit eine Frühgeburt auslösen oder das Geburtsgewicht des Neugeborenen beeinflussen.
Untersuchungen haben ergeben, dass untherapierte Parodontalerkrankungen das Risiko einer Frühgeburt um das 7,5 fache erhöhen, und dass Mütter mit Frühgeburten und untergewichtigen Kindern über mehr Entzündungsmediatoren verfügen. Bei Patienten mit geschwächtem Immunsystem kann eine Parodontitis auch eine Lungenentzündung oder andere Atemwegerkrankungen begünstigen. Ca. 10 -15 Prozent unserer Bevölkerung sind an Diabetes mellitus erkrankt. Schlecht eingestellte Typ-I-Diabetiker leiden meistens auch an einer Parodontitis. Bei Typ-II-Diabetes besteht ein um den Faktor 4,8 erhöhtes Risiko, an Parodontitis zu erkranken.



